Der Beagle

Biggie- belegt laut Tasso Platz 9 der beliebtesten Hunderassen in Deutschland.

Historie: Angeblich soll der Ursprung dieser Rasse in der Normandie liegen, von wo aus weiße Hubertushunde, so genannt nach dem Kloster St. Hubertus, in welchem sie von Mönchen gezüchtet wurden. Im Heer Wilhelms des Eroberers gelangten sie nach England. 600 Jahre  später bezeichnete man diese weißen Hunde auch als Northern Hounds oder Norman Hounds. Man beschrieb sie  als schlanke Hunderasse, die blitzschnell und spursicher arbeitete, aber dabei einen schrillen und unangenehmen Spurlaut ausstieß. Während des Hundertjährigen Krieges  stießen Briten um 1400 in der Gascogne auf ihnen bis dahin unbekannte Hunderassen und waren von den mittelgroßen, bunt gescheckten und gesprenkelten Tieren fasziniert, die in ihrer Jagdleidenschft unermüdlich waren und selbst den feinsten Fährten noch nach langer Zeit folgen konnten. Sie nahmen diese Hunde mit nach England und nannten sie später Southern Hounds. Auch sie gaben schrille Spurlaute von sich, waren aber langsamer und schwerer. Nachdem  Großwild wie Bären, Hirsche etc. in England fast ausgerottet waren, konzentrierte sich die Jagd zwangsläufig auf kleinere, scheue  Wildarten, die sich gut zu verstecken wussten und die man nur durch die Verfolgung ihrer Spuren erjagen konnte.. Hierfür waren die Fähigkeiten der Northern Hounds nicht mehr ausreichend und man geht davon aus, dass der heutige Beagle ein Ergebnis der Verpaarung beider Hounds und damit eine der ältesten Lauf- und Jagdhunderassen ist. Sie lässt sich bereits seit dem 14 Jahrhundert nachweisen.

Verwendung: Der Beagle wurde  hauptsächlich für die Jagd in der Meute auf Hasen und Kaninchen gezüchtet. In Deutschland wird er allerdings selten jagdlich geführt, da die gesetzlichen Bestimmungen über die für eine Meutejagd  erforderliche Reviergröße die Möglichkeiten einschränken. Heute trifft man den Beagle häufig als  Familien-, und Begleithund an. Wegen seiner immensen Anpassungsfähigkeit wird die Rasse leider auch für die biomedizinische Forschung missbraucht und muss als Laborhund oft jahrelang in engen Käfigen dahin vegetieren.. 

Charakter: Der Beagle ist überaus freundlich gegenüber Menschen und Artgenossen. Mit Kindern bildet er quasi eine Symbiose und ist sehr verspielt. Man darf jedoch keineswegs vergessen, dass er jahrhundertelang ausschließlich für die Jagd gezüchtet wurde und diese Erbe auch heute noch in sich trägt. Er ist nach wie vor ein ambitionierter Jäger und gilt als besonders verfressen. Darüber hinaus besitzt er großen Charme und ist durchaus in der Lage ist, seine Menschen binnen kurzer Zeit für seine Zwecke umzuerziehen.

Haltung: Der Beagle braucht einen erfahrenen Halter, eine feste Hand und ganz viel Geduld und Liebe. Seine Erziehung muss  frühzeitig beginnen, da er sonst nur allzu leicht sehr selbständig wird.  Wegen ihres großen Drangs nach Beschäftigung vor allem für die Nase gehört der Beagle nur zu Menschen, die in der Lage sind,  ihn hinreichend alternativ - z.B. für den Fährtensport - zu beschäftigen. Einfache Spaziergänge ohne sinnvolle Aufgaben werden für seine Halter schnell zum Ärgernis, weil der Hund ständig die Nase am Boden hat, wie ein Staubsauger alles in sich hinein zu saugen scheint und aufgenommene Spuren ausdauernd  mit hohem schrillen Gebell verfolgt. Es ist schwierig und ohne konsequente Erziehung praktisch unmöglich, diesen Hund von der Leine zu lassen.

Gesundheit: Augenkrankheiten wie grüner oder grauer Star, PRA, Veranlagung zu Bandscheibenproblemen

Geeignet für: Anfänger