Der Border Collie

Bord- belegt laut Tasso Platz 14 der beliebtesten Hunderassen in Deutschland.

Historie: Die ersten Berichte über arbeitende Schäferhunde stammen aus Italien, aus der  Zeit kurz vor Christi Geburt. Römische Soldaten brachten Hirtenhunde mit, nachdem sie in  Britannien eingefallen waren. Dasselbe sagt man um 800 den räuberischen Wikingern nach, die von ihren Raubzügen ebenfalls Hirtenhunde mit zurück in ihre Heimat nahmen.  Fakt ist, dass die Arbeitsweise des heutigen Border Collies 1570 vom Leibarzt Königin Elisabeths I. erstmalig in einem Buch beschrieben wurde. Die Vorfahren dieser Hunderasse züchtete man im Mittelalter in den Grenzgebieten zwischen Schottland und England (den Border Counties), wobei man bei der Auslese besonderen Wert auf ihre  einmalige Fähigkeit legte, Tiere mit den Augen zu fixieren und zu dirigieren. 1910 wurde dann die Rassebezeichnung Border Collie geprägt.

Verwendung: Der Border Collie ist ein ausgesprochener Hütehund. Mit zunehmender Popularität des Agilitysports steigt die Beliebtheit der Rasse jedoch  auch in diesem Bereich.

Charakter: Der Border Collie besitzt unzweifelhaft einen besonderen Charme. In seinen Bewegungen liegen Eleganz und Anmut. Er ist klug, sportlich und aufmerksam, auch anhänglich, verschmust und überaus anpassungsfähig Mit seiner Liebenswürdigkeit erobert er sich rasch die Herzen seiner Menschen. So bewegungsfreudig er im Gelände ist, so angenehm ruhig und unauffällig benimmt er sich im Hause und in der Öffentlichkeit. Unbekanntes meldet er wachsam. Die ihm eigene Bereitwilligkeit, seinem Menschen alles recht zu machen führt ihn manchmal bis an die Grenzen seiner Kräfte. Der Blick dieses treuen Hundes hat fast etwas menschlich beseeltes. Aber bei der Arbeit wandelt sich der Ausdruck seiner Augen, wird starr und streng, fast furchterregend. Auf diese Weise gelingt es ihm, Tiere mühelos unter Kontrolle zu bringen und zu dirigieren.
Der Border Collie ist ein sehr anspruchvoller Hund, der von seinem Menschen praktische wie geistige Aufgaben sowie eine konsequente Führung erwartet. Erhält er dies nicht, kann er rasch ein hysterisches Fehlverhalten entwickeln und zum Tyrannen für seine Umgebung werden.

Haltung: Der Border Collie gehört vorzugsweise in die Hände eines Schäfers. Wer je daran denkt, einen solchen Hund  bei sich aufzunehmen, der sollte vorher sehr gründlich überlegen, ob er den Ansprüchen dieser Rasse auch wirklich gerecht werden kann. Der Border Collie ist zu extrem ausdauernder Leistung fähig, braucht nach getaner Arbeit aber auch größere Ruhephasen. Wer ihm keine ausreichende geistige und körperliche Beschäftigung bieten kann, sollte auf seine Anschaffung besser verzichten.

Gesundheit: Augenkrankheiten (PRA), HD, Epilepsie

Geeignet für: Fortgeschrittene