Der Labrador Retriever


Labor- belegt laut Tasso Platz 2 der beliebtesten Hunderassen in Deutschland-

Historie: Wie die Vorfahren des Neufundländers oder des Landseers stammen auch die Vorfahren des Labradors von der Ostküste Kanadas. Den Namen jedenfalls hat er von der Labrador-Halbinsel. Genaueres über die Herkunft dieser Rassen ist jedoch nicht bekannt. Es existieren dazu verschiedene historische Versionen. Als "wahrer Labrador" wurde die Rasse jedoch 1814 vom Neufundänder unterschieden und im Verlaufe des 19. Jahrhunderts in England gezüchtet. Die Bezeichnung "Labrador Retriever" wird 1870 erstmalig benutzt und bezieht sich - ähnlich wie beim Golden Retriever - auf seine ausgeprägten Apportieranlagen bei der Jagd. Beschrieben wird der Labrador Retriever als ein mittelgroßer, kräftiger Hund mit typischem breitem Schädel und einer dicht behaarten "Otterrute". Nachdem vermutlich Fischer ihn mit nach Großbritannien brachten, wurde der Labrador u.a. durch den 2. Earl Malmesbury züchterisch weiterentwickelt. Bei der Reinzucht des wasserfreudigen Hundes arbeitete man konsequent ausschließlich auf seine jagdliche Leistungsfähigkeit hin. 1870 wäre die Rasse beinahe ausgestorben. Vermutlich gehen alle heutigen Labradors auf den 1865 geborenen Rüden Avon zurück.

Verwendung: Als Ergebnis jahrelanger Zucht auf ausschließlich jagdliche Fähigkeiten ist der Labrador Retriever ein Hund mit einer vorzüglichen Nase und einem weichen Maul, in welchem er erlegtes Wild oder andere Gegenstände unbeschädigt seinem Herrn zuträgt. Heutzutage findet man ihn  aber nicht mehr nur als reinen Jagdhund, sondern sehr viel häufiger  als  Familienhund vor. Ähnlich dem Golden Retriever wird er darüber hinaus wegen seiner Vielseitigkeit als Blindenführhund, Therapiehund, Drogenspürhund und Rettungshund geschätzt. Als Sportkamerad findet er gemeinsam mit seinem Menschen großen Spaß an Hundesportarten wie Agility oder Flyball. Auch beim Labrador Retriever existieren eine kräftige, kompakte  Show-Linie und eine leichtere, athletischere Arbeitslinie.

Charakter: Der rassetypische Labrador Retriever aus verantwortungsvoller Zucht ist sehr intelligent und lernbegierig - ein nervenstarker, angenehmer und ausgesprochen kinderlieber Familien- und Begleithund. Das enge Zusammenleben mit seinen Menschen geht ihm über alles und durch sein freundliches Wesen kann er viel zu einem entspannten Familienklima beitragen. Aufmerksam beobachtet der Labrador seinen Menschen und hat ein ausgeprägtes Bedürfnis, ihm zu gefallen. Gutmütig ud freundlich wie er ist, sind ihm Schärfe, Aggressivität oder Scheu gegenüber Menschen fremd. Als Wach- oder Schutzhund ist er damit denkbar ungeeignet. Seiner Umwelt und vor allem Menschen gegenüber verhält diese Rasse sich aufgeschlossen und neugierig. Stets zeigt sie sich geduldig und ausgeglichen. Trotz seiner eigentlich ruhigen Art benötigt der Labrador Retriever sehr viel geistige und körperliche Beschäftigung. Findet er diese nicht, kann er sich auch rasch unerwünschte Verhaltensweisen angewöhnen. Bekannt ist der Labrador übrigens auch für seine ungeheure Fresslust, die es unbedingt zu kontrollieren gilt, will man Übergewicht und gesundheitliche Beeinträchtigungen vermeiden.

Haltung: Sein unbedingter Wille zu gefallen und seine Freude am Lob seines Herrn machen ihn für zahlreiche Aufgaben geeignet. Er gehört deswegen auf jeden Fall  zu aktiven, sportlichen Menschen, die ganz viel mit ihm unternehmen. Diese Rasse muss zwingend  täglich sehr ansrpuchsvolle  geistige und körperliche Aufgaben erhalten.  Keinesfalls reicht der einfache tägliche Gassigang aus, um Intelligenz und Arbeitsfreude eines Labrador Retrievers angemessen zu bedienen. Trotz all seiner guten Eigenschaften braucht dieser Hund eine konsequente Erziehung und Führung.

Gesundheit: Hüftgelenks- und Ellbogendysplasie, Augenerkrankungen, Epilepsie,  Schilddrüsenüberfunktion

Geeignet für: Anfänger