Der Sibirian Husky

Petzolds Huskybande- laut Tasso Platz 15 der beliebtesten Hunderassen in Deutschland.

Historie: Die Vorfahren des Sibirian Husky stammen aus dem nördlichen Sibirien. Sie waren jahrhundertelang unentbehrliche Begleiter der dortigen Nomadenvölker. Zu Anfang des 20. Jahrhunderts meldete der ebenfalls aus Sibirien stammende Pelzhändler Wiliam Goosak sein Gespann zu einem Schlittenhunderennen in Alaska an und wurde damals wegen seiner  "kleinen  Hunde" belächelt. Am Ende aber belegte er bei diesem sehr anspruchsvollen Rennen den dritten Platz und den Spöttern verging das Lachen. Nachdem im Folgejahr weitere Gespanne mit solchen vergleichsweise zierlichen Hunden vordere Plätze belegten, wurde 1910 in Alaska die Zucht dieser Rasse durch den Musher Leonard Seppala begründet. Seither sind die Huskies aus der Schlittenhundeszene nicht mehr wegzudenken.

Verwendung: Weil der Husky bei ausreichendem Training in der Lage ist, das Neunfache seines eigenen Körpergewichtes zu ziehen, wurde er zum überlebenswichtigen Nutztier und Familienmitglied der Inuit. Wie jedoch sein vorderer Rang in der Beliebtheitsliste zeigt, hat diese Rasse längst auch in deutschen Familien als Begleithund  Aufnahme gefunden. Dazu kann man ihn nicht wirklich beglückwünschen, denn der Husky gehört einfach dorthin, wo viel Schnee liegt und er nach Herzenslust seiner Leidenschaft frönen kann, im Gespann mit Artgenossen durch stäubenden Schnee zu rasen. Er ist den polaren Regionen optimal angepasst. Hier wird er allzu oft als Einzelhund gehalten und darf im günstigsten Falle gummibereifte Wägelchen hinter sich herziehen, da jedes zweite Schlittenhunderennen wegen Schneemangels ausfällt.

Charakter: Der ursprüngliche Husky-Welpe wurde zusammen mit den Kindern seines Züchters im Haus aufgezogen. Daher stammen seine äußerst menschen- und kinderfreundlichen Eigenschaften. Huskies mussten von klein auf jedem Folge leisten, da die Schlitten nicht nur von einem Mann gefahren wurden. Deshalb wurden auch nur die freundlichsten und folgsamsten Hunde weiter verpaart. Neben seinem sanftmütigen Temperament  gilt der Husky  zugleich auch als aufmerksam und kontaktfreudig. Er ist definitv kein Wachhund. Menschen und anderen Artgenossen gegenüber zeigt er sich selten misstrauisch. Er ist intelligent und bei vernünftiger Zucht und Haltung  sehr leicht dirigierbar - ein  williger und ausdauernder Arbeitshund. Huskies  besitzen darüber hinaus einen ausgezeichneten Orientierungssinn durch den sie niemals von bekannten Wegen abkommen, selbst wenn diese im hohen Schnee nicht mehr zu erkennen sind. Jagd- und Abenteuertrieb sind bei dieser Rasse sehr ausgeprägt.

Haltung: Ein großer und vor allem ausbruchssicherer Garten ist ein Muss. Huskies können durchaus einen 2m hohen Zaun  überwinden. Diese Rasse  braucht unbedingt Beschäftigung sowie ausreichende Laufgelegenheit - und das mehrere Stunden täglich! Eine Einzelhaltung ist nicht artgerecht.

Gesundheit: HD, Augenerkrankungen, Hauterkrankungen

Geeignet für: Fortgeschrittene