Der West Highland White Terrier

White- belegt laut Tasso Platz 9 der beliebtesten Hunderassen in Deutschland.

Historie: Der blütenweiße "Westie" entstand Mitte des 19. Jahrhunderts im schottischen Hochland, angeblich weil der Lieblingshund der Familie Poltalloch auf der Jagd irrtümlich für einen Fuchs gehalten und erschossen worden war. Wahrheit oder  Legende? Tatsächlich sind die Angaben zu den ersten Westie-Ahnen sehr präzise. Als Stammväter gelten die cairnartigen Poltalloch-Terrier des Colonel Edward Malcolm, Laird of Poltalloch, die White Skye-Terrier des Duke of Argyll und die White Scottish-Terrier des Dr. Flaxman aus Fifeshire. 1907 erkannte der Kennel-Club die Rasse offiziell an. 1910 wurde in Deutschland der erste West Highland White Terrier ins Terrier-Zuchtbuch eingetragen.  Mitte der 1970er Jahre stieg die Popularität dieser Hunde rasant an. Nicht zuletzt dank der Werbung für die Hundefuttermarke Cäsar kam die Rasse gar so in Mode, dass man sie direkt mit der Werbung identifizierte und von "Cäsar-Hunden" sprach.

Verwendung: Diese Terrier eigneten sich besonders gut als Jagdhunde, weil sie durch ihr weißes Fell  nicht von weitem für ein Beutetier gehalten werden konnten. Hinzu kam, das der Westie ein zäher, widerstandsfähiger Hund war, der ohne Furcht in Dachs- oder Fuchsbaue hinein fuhr. Heute  leben Westies meist  als zauberhafte Familien-, und Begleithunde. Aber Achtung! Obwohl diese Terrier zu den kleinsten Hunden zählen, sind sie  weit davon entfernt, Schoßhunde zu sein.

Charakter: Der liebenswerte Racker  besitzt Schneid, ist selbstbewusst und  furchtlos - eine große Persönlichkeit im Kleinformat. Er ist ein aufmerksamer Wachhund, dabei aber auch verspielt und ein richtiger Kumpel. In der Familie zeigt er sich gelehrig und sehr ausdauernd bei allem, was er tut. Keineswegs schüchtern wird er aber im Gegensatz zu anderen Terrierarten selten aggressiv. Der Westie ist kein Kläffer, sondern unkompliziert und anpassungsfähig. Seinen gelegentlichen Eigensinn macht er mit viel Charme wieder wett. Raffiniert und sehr beharrlich versucht er, seinen Kopf durchzusetzen. Er liebt Kinder, ist fröhlich, immer zu Späßen aufgelegt und anspruchslos - ein Hund für alle Fälle.

Haltung: Wegen seiner geringen Größe fühlt sich der West Highland White Terrier durchaus auch in kleineren Wohnungen wohl und kommt darin gut zurecht. Doch er braucht unbedingt viel Auslauf und Bewegung. Von ihrer schottischen Heimat her ist die Rasse an raues Wetter gewöhnt, in großer Sommerhitze können Westies allerdings Probleme bekommen. Um die hohe Nachfrage zu befriedigen, ließen es verantwortungslose Züchter in der Vergangenheit leider sehr oft an der nötigen Sorgfalt bei der  Zuchtauswahl fehlen. Das gereichte der Rasse nicht zum Vorteil. Deshalb sollten Interessenten beim Welpenkauf  unbedingt auf höchste Qualität des Züchters achten.

Pflege: Trotz seines weißen Haarkleides ist der West Highland White Terrier  recht pflegeleicht. Tägliches Striegeln, Kämmen oder Bürsten ist jedoch nötig, um Verfilzungen zu vermeiden.  Darüber hinaus sollte er etwa alle 8 - 12 Wochen fachmännisch getrimmt werden.

Gesundheit: Kniescheibenluxation, Allergien, Kiefermissbildungen, Lebererkrankungen

Geeignet für: Anfänger