Der Yorkshire Terrier


York-  belegt laut Tasso Platz 6 der beliebte-
sten Hunderassen in Deutschland.

Historie: Wie der Name es verrät, kommt der Yorkshire Terrier ursprünglich aus der britischen Grafschaft Yorkshire, wo er Anfang des 19. Jahrhunderts gezüchtet wurde. Man vermutet, dass er durch die Kreuzung verschiedener Terrierrassen entstand und eventuell auch der Malteser eine Rolle spielte.  Der "Yorkie" war der Hund der armen Leute, größer als wir ihn heute kennen. Seine vornehmliche Aufgabe bestand darin, deren Wohnstätten und die engen, schmutzigen Gänge der Kohleminen rein von Ratten und Mäusen zu halten. Darüber hinaus verschafften sich ihre Besitzer mit seiner jagdlichen Unterstützung illegal den einen oder anderen Kaninchenbraten. Er wurde auch als Wettobjekt im sogenannten Rattenpitt eingesetzt, einem eng umgrenzten Raum, in welchem er gleichzeitig gegen Dutzende Ratten kämpfen musste. Der Yorkshire Terrier war also ein "Kampfhund".

Verwendung: Heute ist der Yorkshire Terrier ein reiner Familien- und Aussstellungshund.

Charakter: Kurz gesagt: Prinz Löwenherz in kleinster Verpackung! Ein Hund der ohne weiteres ignoriert, dass er keine vier Kilo wiegt. Dieser Winzling ist in seinem Größenwahn durchaus fähig, auch eine ausgewachsene Dogge in die Flucht zu schlagen.  Der typische Yorkie ist ein aufgewecktes Kerlchen,  sehr selbtbewusst, sehr intelligent, aber auch quirlig und verspielt. Er liebt die Aufmerksamkeit seiner Menschen und fordert sie durchaus auch ein. Mit Fug und Recht kann man ihn außerdem als Mini-Wachhund bezeichnen, der weder vor großen Tieren noch vor menschlichen Angreifern oder Eindringlingen zurück schreckt. Ein gewisser Eigensinn ist ihm nicht abzusprechen. Daher benötigt er unbedingt eine konsequente Erziehung und Führung.

Haltung: Der Yorkshire Terrier kann ohne weiteres auch in einer kleinen Wohnung gehalten werden, aber er braucht viel Aufmerksamkeit, sinnvolle Beschäftigung und unbedingt täglich längeren Auslauf. Werden diese Hunde nicht vom Welpenalter an gut auf Artgenossen sozialisiert, verhalten sie sich bei Begegnungen mit anderen Hunden oft asozial. Das bringt sie nicht selten in Lebensgefahr, da sie auf Grund ihrer Größe, ihres Aussehens und ihres Verhaltens recht gut ins Beuteschema größerer Hunde passen.

Pflege: Das feine, seidige Haarkleid des Yorkshire Terriers bedarf täglichen Kämmens und Bürstens, wenn es nicht verfilzen soll. Nach dem Spaziergang sollte das Fell vorsichtig auf Knötchen oder kleines Geäst untersucht werden. Diese Rasse unterliegt nicht dem regelmäßigen Fellwechsel und das Haar wächst dadurch ungehindert. Es ist also ratsam, es regelmäßig zu schneiden bzw. es  durch den Hundefrisör kürzen zu lassen. Unbedingt sollte man darauf achten, dass kein Haar in die Augen des Hundes ragen kann, da ansonsten schmerzhafte Augenentzündungen die Folge wären.

Gesundheit: Netzhauterkrankungen, Augentrockenheit, Kniescheiben- und Ellbogenluxation, Luftröhrenkollaps, Zahnfleischerkrankungen

Geeignet für: Anfänger